Jörg Schönenborn (Bild: WDR)

Neffenwirtschaft im Dunstkreis von WDR-Demokratieabgaben-Schönborn

Ein öffentlich-rechtliches Eitergeschwür nach dem anderen platzt. Aktuell geht um einen angeheirateter Neffen von TV-Direktor und Demokratieabgabengewinnler Jörg Schönenborn. Dieser ist Redaktionsleiter in der Firma, die für den Zwangsbeitragssender die Talkshow „hart aber fair“ produziert. Allein, die Aufsichtsräte waren über Schönborns Neffenwirtschaft angeblich nicht informiert.

Wie „Welt“ unter Berufung auf mehrere Berichte aus der Belegschaft berichtet, geht es dabei vor allem um Jörg Schönenborn, seines Zeichens WDR-Programmdirektor, und dessen angeheirateten Neffen. Der Neffe ist demnach Redaktionsleiter bei der Düsseldorfer Firma Ansager & Schnipselmann, die seit 2005 von Frank Plasberg, Moderator der öffentlich-rechtlichen Polit-Quasselrunde „hart aber fair“, geführt wird und neben einigen anderen Sendungen auch „hart aber fair“ für die Öffentlich-Rechtlichen produziert. „Einige andere Sendungen“ – das wären dann noch die TV-Formate „Frag doch mal die Maus“ oder, seit kurzem in einer weiteren Sub-Produktionsfirma gemeinsam auch die Sendungen mit der, von Bill Gates ebenfalls gesponserten Systemtrompete Eckart von Hirschhausen. Die Firma in welcher der Herr Neffe tätig ist, ist also ein vergleichsweise großer Zulieferer. Und überhaupt:  Schönenborn und Plasberg kennen einander schon lange, sie schätzen einander und arbeiteten vor der Firmengründung immer wieder zusammen.

Auch Schönenborns Frau Jona Teichmann ist im Selbstbedienungsladen angestellt und wiederum Programmdirektorin beim Deutschlandradio, habe den Neffen noch als Kind mit in die Familie gebracht. Jedoch habe niemand bei WDR nichts, aber auch gar nicht über die Verwandtschaftsverhältnisse gewusst, heißt es nun. Nur dem Zufall sei es zu Verdanken, der diese Neffenwirtschaft nun entlarvte.

Schönenborns Rolle im Beauftragen von externen Produktionsfirmen ist dem Bericht zufolge groß. Im kommenden Jahr soll zudem eine Vertragsverlängerung mit Ansager & Schnipselmann ins Haus stehen. In der Biografie des sauberen Fernsehdirektors Schönenborn, der Saubermann hatte vor 10 Jahren, als die Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk lauter wurde, den Zwangsbeitragszahler belehrt, dass es sich ja um eine Demokratieabgabe handelt, heißt es auf der WDR-Webseite, „hart aber fair“ sei unter seiner Verantwortung entwickelt worden. WDR und Produktionsfirma bestreiten gegenüber „Welt“ jedoch, dass Schönenborn damals aktiv an der Beauftragung von Plasbergs Firma, die „hart aber fair“ produziert, mitgewirkt habe.

Die Verwunderung, dass nun in immer kürzeren Abständen eine öffentlich-rechtliche Eiterblase aufplatz und offenbar wird, um was für einen widerlichen Haufen es sich dabei handelt, hält sich in den Kommentarbereichen in Grenzen:

„Das überrascht doch keinen mehr. Der ÖRR iste in einziger Sumpf!“

„Surprise, surprise, wer hätte gedacht das beim WDR gefilzt wird.“

„Eine einzige große Pfründe, in der sich eine Clique Posten und Gelder zu schiebt. Der ganze Apparat gehört weg!“

„Postengeschacher und fürstlich entlohnte Stellen – wie früher in den Monarchien. Da wurde ja auch ständig untereinander geheiratet – stärkt den internen Zusammenhalt, wenn alles „in der Familie“ bleibt. Und alles finanziert mit der „Demokratieabgabe“. Das ist die beste aller Welten.“
(SB)

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