Udo Lindenberg zeigt den Mittelfinger während der Rede von Alexander Wolf. (Quelle: Screenshot/ Hamburger Senat)

Anzeige gegen „Ehrenbürger“ Udo Lindenberg

Deutschlands Obernuschler Udo Lindenberg sah sich durch die Rede des AfD-Politikers Alexander Wolf in seiner „Ehrenbürger“-Ehre gekränkt und zeigte – ganz im Suff-und-Pöbel-Modus seinen Stinkefinger. Dafür kassiert der selbstgefällige Lindenberg nun eine Anzeige.

Am Mittwoch ist Lindenberg vom Hamburger Senat zum Ehrenbürger Hamburgs ernannt und somit in eine Reihe mit Personen wie Otto von Bismarck, Johannes Brahms, Helmut Schmidt oder mit „Uns“ Uwe Seeler, die sich also wirklich um die Hansestadt verdient gemacht haben, in eine Reihe gestellt. Das rot-grüne regierte Land verlieh dem gebürtigen Westfalen, der seit Jahren im Hamburger Nobelhotel Atlantik lebt, auf Anregung des roten Genossen Bürgermeister Peter Tschentscher danach den Titel.

Der selbstgefällige neue Hamburger Ehrenbürger Lindenberg scheint jedoch mehr als nur dünnhäutig, wenn sich nicht jeder dem Jubel über seine Ernennung anschließen will. Denn: Während der Rede von AfD-Fraktionsvize Dr. Alexander Wolf kam es zum Eklat. Die AfD-Fraktion würdigte zwar sein musikalisches Werk, lehnte aber als einzige Partei die Verleihung der Ehrenbürgerwürde ab.

Hierbei verwies der AfD-Politiker Alexander Wolf auf Lindenbergs Demokratieverständnis, als dieser nach der letzten Landtagswahl in Thüringen Wähler , die der AfD ihre Stimme gegeben hatten, als „braune Gespenster und menschenfeindliche Brandstifter“ diffamierte. Auch Textzeilen des Nuschelbarden zeigen Lindenbergs Gesinnung, so Wolf. Auf seinem Musikalbum „Bunte Republik Deutschland“ heiße er alle Migranten der Welt in Deutschland willkommen und singt: „Wir steh’n am Bahnsteig und begrüßen jeden Zug. Denn graue deutsche Mäuse, die haben wir schon genug.“ Anlässlich des AfD-Erfolgs in Thüringen habe Lindenberg thüringische Wähler als „braune Gespenster“ und „menschenfeindliche Brandstifter“ bezeichnet, so der Hinweis der AfD. Wolf resümierte: „Und ich bitte, mir das nicht übel zu nehmen: Verglichen mit Uns Uwe, fürchte ich, wird Udo Lindenberg nicht Uns Udo werden.“ Daraufhin zeigte Lindenberg den Stinkefinger.

Als Wolf sprach, zeigte Lindenberg der AfD den Stinkefinger. Mit seiner Geste entwürdigte er das gesamte Parlament. Durch sein flegelhaftes und niveauloses Gebaren bestätigt Lindenberg den richtigen Standpunkt der AfD: Er ist eines Ehrenbürgers unwürdig.

Die AfD-Fraktion fordert aus diesem Grund die Einberufung einer außerordentlichen Sitzung des Ältestenrates. Außerdem wurde der Herr Ehrenbürger in einem Brief aufgefordert, sich zu entschuldigen.  Alexander Wolf, Vize-Vorsitzende der AfD-Fraktion in der Bürgerschaft, erklärte nun: „Ich werde Udo Lindenberg anzeigen. Es kann nicht sein, dass Autofahrer wegen dieser Geste bestraft werden, aber ein Ehrenbürger, der Vorbild sein sollte, ohne Konsequenzen davon kommt.“ (SB)

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