Roger Waters (Bild: shuttestock.com/Denis Makarenko)

Pink-Floyd-Gründer Roger Waters gibt Präsident Selenskyj die Schuld am Krieg

Pink-Floyd-Gründer Roger Waters wirft dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor, seine Wahlversprechen gebrochen zu haben und damit die Schuld am Ukrainekrieg zu haben. Wenn Selenskyj, wie ursprünglich versprochen, den separatistischen Provinzen Donezk und Luhansk Autonomie gebe und das Minsk-2-Abkommen umsetze, könne er den Konflikt augenblicklich beenden, so Waters auf Facebook in einem Offenen Brief an Selenskyjs Ehefrau Olena Selenska. Die Dame hatte im vergangenen Monat – während Familien ihr Hab und Gut verlieren, Europa aufgrund es wahnwitzigen Ukrainekonflikts am Abgrund steht, durchaus Zeit mit ihrem zum Helden stilisierten Ehegatten eine glamourisiertes Fotoshooting mit der ‚Vogue‘ abzuhalten.

Damit reagierte Waters auf ein Interview mit Selenska in der vergangenen Woche mit der BBC.  Waters zitiert in seinem Offenen Brief die Aussage der ukrainischen „First Lady“, die davon überzeugt ist, dass – wenn die Unterstützung für die Ukraine stark ist, die Krise kürzer sein werde. Waters Gegenrede: „Ich denke, das könnte davon abhängen, was Sie unter „Unterstützung für die Ukraine“ meinen? Wenn Sie mit „Unterstützung für die Ukraine“ meinen, dass der Westen weiterhin Waffen an die Armeen der Kiewer Regierung liefert, fürchte ich, dass Sie sich tragischerweise irren könnten. Treibstoff in Form von Rüstung in einen Feuerkampf zu werfen, hat in der Vergangenheit noch nie dazu beigetragen, einen Krieg zu verkürzen, und es wird jetzt nicht funktionieren, vor allem weil in diesem Fall der größte Teil des Treibstoffs (a) von Washington DC aus ins Feuer geworfen wird, das an einem relativ sicherer Abstand zum Brandbrand, und (b) weil die „Treibstoffwerfer“ bereits ein Interesse am möglichst langen Krieg erklärt haben.“

Waters gab seiner Befürchtung Ausdruck, dass „wir“, und damit bezeichnet der Musiker „Menschen wie du und ich, die tatsächlich Frieden in der Ukraine wollen, die nicht wollen, dass das Ergebnis so ist, dass man bis zum letzten ukrainischen Leben kämpfen muss, und vielleicht sogar, wenn das Schlimmste zum schlimmsten kommt, bis zum letzten menschliches Leben“. Wenn wir stattdessen ein anderes Ergebnis erreichen wollen, müssen wir vielleicht einen anderen Weg suchen, und dieser Weg könnte in den zuvor erklärten guten Absichten Ihres Mannes liegen, so Waters weiter.

„Ja, ich meine die Plattform, auf der er so lobenswert für das Amt des Präsidenten der Ukraine kandidierte, auf der er 2019 seinen historischen Erdrutschsieg bei der demokratischen Wahl errang. Er stand auf der Wahlplattform der folgenden Versprechen:

1. Den Bürgerkrieg im Osten zu beenden und Frieden im Donbas zu bringen und Donezk und Luhansk teils Autonomie zu bringen.
2. Und den Rest des Minsk 2 Abkommen zu ratifizieren und umzusetzen.

Man kann nur davon ausgehen, dass die Wahlpolitik Ihres Mannes bei bestimmten politischen Fraktionen in Kiew nicht gut gepasst hat und dass diese Fraktionen Ihren Mann dazu gebracht haben, den Kurs diametral zu ändern, indem sie das Mandat der Völker ignorieren. Traurigerweise stimmte Ihr alter Herr diesen totalitären, antidemokratischen Entlassungen des Willens des ukrainischen Volkes zu, und die Kräfte des extremen Nationalismus, die im Schatten gelauern, böswillig, haben seitdem die Ukraine regiert. Seitdem haben sie auch eine Reihe von roten Linien überschritten, die über einige Jahre von Ihren Nachbarn, der Russischen Föderation, klar festgelegt worden waren, und folglich haben sie, die extremen Nationalisten, Ihr Land in einen katastrophalen Krieg geführt.

Waters fordert Selenska auf: „Wenn ich falsch liege, hilf Sie bitte zu verstehen. Wenn ich mich nicht irre, helfen Sie mir bitte bei meinen ehrlichen Bemühungen, unsere Regierungen davon zu überzeugen, das Gemetzel zu stoppen, das nur den Interessen der herrschenden Klassen und extremen Nationalisten sowohl hier im Westen als auch in Ihrem schönen Land dient. Wäre es nicht besser, die Umsetzung der Wahlversprechen Ihres Mannes zu fordern und diesem tödlichen Krieg ein Ende zu setzen?, so Waters abschließend.

Selbstredend wies Selenska alle vorgebrachten Vorschläge zurück und antwortete Waters auf Twitter:

„Es ist Russland, das die Ukraine angegriffen hat, Städte zerstört und Zivilisten tötet. Ukrainer verteidigen ihr Land und die Zukunft ihrer Kinder“, schrieb sie auf Twitter. „Wenn wir aufgeben, werden wir morgen nicht existieren. Wenn Russland aufgibt, endet der Krieg. Sie sollten besser den russischen Präsidenten um Frieden bitten. Nicht die Ukraine.“

 

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