Klingbeil (Foto: Imago)

Klingbeil, die sozialistische Wohnungsbremse

BerlinWas macht ein Unternehmer, der seine Ware nur zum staatlich festgelegten Preis verkaufen darf und deshalb keinen Gewinn mehr macht, weil gleichzeitig seine Kosten steigen? Genau, er geht in die Insolvenz und kassiert – wie immer mehr Bürger in diesem linksgrünen Land – Hartz IV und macht es sich bequem. Das ist besonders übel, wenn sich diese Einstellung auf dem Wohnungsmarkt breit macht. Denn das führt zu der Konsequenz, dass immer mehr Bürger obdachlos werden oder in verwahrlosten Wohnungen hausen müssen. Aber sowas ist einem echten Bolschewisten scheißegal:

Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat den Immobilienkonzern Vonovia scharf für die Überlegung kritisiert, wegen der hohen Inflation die Mieten zu erhöhen. „Das ist absolut unverantwortlich“, sagte Klingbeil den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben). „Wir sind gerade gefordert, als Land in dieser schwierigen Situation zusammenzustehen. Wir sind gefordert, den sozialen Zusammenhalt zu sichern.“ Dies sei eine nationale Anstrengung. „Wenn Vonovia aber in dieser Lage darüber nachdenkt, wie es seinen Profit noch weiter steigern kann, stellt sich das Unternehmen ins Abseits“, fügte der SPD-Chef hinzu.

„Zusammenhalt“ und „nationale Anstrengung“ – das ist tief-sozialistische Sprache. Die kennt man von früher aus der DDR.

Und es geht noch weiter:

In der Ampelkoalition ist ein Streit über einen verstärkten Schutz für Mieter vor inflationsbedingten Mieterhöhungen entbrannt. Der Co-Vorsitzende des Forums Demokratische Linke in der SPD (DL21), Sebastian Roloff, sagte den „Handelsblatt“, der Staat müsse „eingreifen, wenn der Markt massiv im Ungleichgewicht ist“. „Ein temporärer Mietenstopp, ein kommunales Vorkaufsrecht und eine Entprivatisierung von Immobilienkonzernen sind dafür notwendige und geeignete Mittel, die jetzt geboten sind.“

FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki warnte hingegen die SPD vor „sozialistischen Maßnahmen“. „Die Verstaatlichung von Immobilienkonzernen schafft keine einzige Wohnung, sondern führt nur dazu, dass der knappe Wohnraum in andere Hände überführt wird.“ Damit sei niemandem geholfen, außer den Immobilienkonzernen, denen aus Steuermitteln ein marktüblicher, üppiger Entschädigungspreis gezahlt werden müsse.

Kubicki machte sich stattdessen für eine „Stimulierung der Marktkräfte“ stark. Dazu regte der FDP-Politiker leichtere private Investitionsmöglichkeiten an, außerdem eine „großzügige“ Ausweitung von Bauland, eine Reduzierung der Grunderwerbsteuer sowie eine „massive“ Reduzierung der baurechtlichen Vorschriften.

Recht so, Herr Kubicki, denn hier wird so langsam aber sicher die Wiedergeburt der Todgeburt des Sozialismus geplant, von wegen auferstanden aus Ruinen. (Mit Material von dts)

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