Arbeiten können doch die anderen (Foto: Von Grusho Anna/Shutterstock)

Super, jetzt dürfen wir für die Anderen noch länger arbeiten!

Köln – Wenn der Sozialstaat bröselt, es immer weniger Menschen gibt, die arbeiten können oder wollen, wenn auf der anderen Seite aber immer mehr Menschen die Hand aufhalten (müssen), dann gerät hier alles in Schieflage. Wenn man dann noch eine Regierung hat, denen das Schicksal, das Leid und die Sorgen der „Eigenen“ schnuppe ist und die lieber das schwer erarbeitete Steuergeld in die Welt hinauspustet, dann bricht hier irgendwann alles zusammen.

Es sei denn, man hat so eine glorreiche Idee wie dieser Herr hier:

In der Diskussion um ein späteres Renteneintrittsalter hat Michael Hüther, Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft aus Köln (IW), einen Gegenvorschlag unterbreitet und eine 42-Stunden-Woche als Regelarbeitszeit gefordert. „Die Stunden werden natürlich bezahlt – es geht nicht darum, durch die Hintertür am Lohn zu kürzen“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben). In der Schweiz werde bereits zwei Stunden mehr pro Woche als in Deutschland gearbeitet, in Schweden eine Stunde mehr.

„Wenn man das aufsummiert, dann würde man bis 2030 den demografisch bedingten Verlust an Arbeitsvolumen kompensieren“, so Hüther. Ein späteres Renteneintrittsalter hält der Wirtschaftsforscher dagegen für politisch schwierig umsetzbar. Dass das Fachkräfteproblem durch eine höhere Produktivität aufgrund der Digitalisierung gelöst werden könnte, glaubt Hüther nicht.

„In den Industriestaaten ist die Produktivität in den vergangenen Jahrzehnten gesunken“, sagte Hüther. Deutschland nutze seine Potenziale bei der künstlichen Intelligenz und bei Dienstleistungen nicht, kritisierte der IW-Chef. Es brauche eine verstärkte europäische Förderung.

„Die EU hat mit dem Europäischen Aufbauplan ein kluges Instrument geschaffen, das nicht nur für die Zeit der Corona-Pandemie gelten sollte. Wir brauchen eine dauerhafte Säule für die Investitionsunion, die sich um Infrastruktur- und Investitionsvorhaben kümmert.“ Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer forderte dagegen, dass man sich mit einem höheren Renteneintrittsalter beschäftigten sollte.

„Natürlich gibt es eine Entwicklung beim Lebensalter“, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) den Funke-Zeitungen. „Und die ältere Generation ist fitter als noch vor 20 oder 30 Jahren. Das kann nicht unberücksichtigt bleiben.“

Also: Entweder länger, oder mehr arbeiten soll die Lösung sein. Falscher Ansatz, wie immer. Denn so treibt man immer mehr Menschen auf die andere Seite des Sozialstaates, auch weil der Staat ja immer mehr von den arbeitenden Menschen abgreift und es sich bald nicht mehr lohnt, die Finger krumm zu machen.

Das wird alles noch sehr böse enden, weil die falschen Leute am Ruder sind. (Mit Material von dts)

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